Steckbrief:
Beborn Beton ist eine deutsche Elektropop-Band. Gegründet 1989, erstes Album veröffentlicht 1993. Seit dem produzierte die Band fünf Studioalben, ein Remix- und ein Best-of Doppelalbum zuzüglich verschiedener Singles. Darüber hinaus erstellte sie Remixe für Künstler wie Camouflage, Wolfsheim, Apoptygma Berzerk, De/Vision, Clan of Xymox, Funker Vogt und viele weitere. Beborn Beton ist als legendäre Liveband bekannt und tourte bereits in verschiedenen europäischen Ländern und den USA. Derzeit arbeitet die Band an ihrem sechsten Studioalbum. Voraussichtliche VÖ: Frühjahr 2009.
Bandmitglieder (unveränderte Besetzung seit der Bandgründung):
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Stefan (Stefan Netschio) - Texte, Gesang·
Till (Stefan Tillmann) - Komposition, Live-Schlagzeug und Keyboards·
Micha (Michael B. Wagner) - Komposition, Live-KeyboardsHier die komplette Biographie:
Um 1984
Stefan Tillmann (der eigentlich nur „Till“ genannt wird) und Stefan Netschio (der eigentlich nur „Stefan“ genannt wird) lernen sich auf dem Weg zur Schule kennen und bemerken schnell, dass sie die gleiche Musik schätzen und ähnliche Ziele verfolgen. Namen, wie „A Flock Of Seagulls“, „ABC“ und „Duran Duran“ fallen in einem Atemzug. Gleichwohl hält die Unterhaltung weitaus tiefgründigeren Themen stand, denn kaum sonst jemandem in ihrer Schule war ein „Korg Trident Mk II“ oder „Jupiter 8“ ein Begriff, geschweige denn Termini wie „Cutoff Frequency“ oder „Ring Modulation“. Sie beide dagegen besitzen bereits analoge Synthesizer und empfinden Glück beim Drehen von Potis und Patchen von Schaltkreisen. Nach dem gegenseitigen Vorspielen selbsterstellter Demos werden zwei Dinge schnell klar:
1.) sind sie dazu bestimmt, zusammen musikalische Wege zu beschreiten und
2.) sind die Rollen recht schnell verteilt. Till ist der geborene Komponist, Stefan eher ein Texter und Sänger.
So frickeln sie gemeinsam einige Zeit mit geliehenen Keyboards um festzustellen, dass ihr ambitioniertes Vorhaben bald durch fehlende finanziellen Mittel in seine Schranken gewiesen wird. So geloben sie, in fünf Jahren, wenn sie nach Ablauf der Schulzeit über das notwendige Kleingeld verfügen, mit dem richtigen Equipment eine Band zu gründen. Die gemeinsam erarbeiteten Lieder und Texte werden notiert und in Plastikfolie verpackt eingemottet und erst Jahre später bei einem Umzug zufällig entdeckt und dann schnell und diskret entsorgt.
1988
Auf einem kleinen Campingplatz in der Bretagne verlebt der geborene Komponist einen extrem langweiligen Sommerurlaub und lernt dort Michael Wagner (der eigentlich nur „Micha“ genannt wird) kennen. Sie freunden sich an und Till weiht Micha in die Theorie des Sequencing ein. Er selbst hat zwar nur rudimentäre praktische Erfahrung auf diesem Gebiet gesammelt, aber viel darüber gelesen, also weiß er Bescheid.
Micha ist so angefixt von den Erzählungen Tills, dass er sich nach dem Urlaub direkt das nötige Equipment kauft, um sofort loszulegen. „Roland D10“ und „Atari ST“ heißen die Werkzeuge, die den Grundstein für erste Kompositionen legen.
1989
Auch nach dem Urlaub bleiben Till und Micha in Kontakt und es entstehen Frühwerke wie „Torture“. Wie vor ein paar Jahren beschlossen kommt nun Stefan als Sänger dazu. Man rauft sich zusammen und in den Proberäumlichkeiten der Kellergewölbe im Hause Wagner probt man für erste Auftritte und nimmt auf einem geliehenen Vierspurrekorder Stücke für die erste selbstvertriebene Kassettenveröffentlichung „Pyre“ auf, die in der europäischen Szene sehr viel Zuspruch erhält.
Das erste Konzert ihrer Laufbahn bestreiten Beborn Beton im Rahmen eines Festivals im Düsseldorfer A.L.S.H. Die moralische Unterstützung von Freunden, Gönnern und Kennern der Szene ist beispielhaft und so lässt das richtige Lampenfieber bis zehn Minuten vor Konzertbeginn auf sich warten, dann aber kickt es richtig. Mit Glückssteinchen der Freundinnen in der Hosentasche geht es auf die Bühne. Es ist das erste Mal, aufregend und neu. Und die Show hat es in sich: sie endet nach eineinhalb Minuten. Kaum ist das Intro verhallt, wird es für einige Zeit still, denn die Sicherung der Endstufe hat sich verabschiedet. Was für ein Start! Das Publikum nimmt's gelassen und die Band wirkt erstaunlich gelöst, der Stress des ersten Mals ist vorüber. Nach wenigen Minuten ist die Endstufe wieder einsatzbereit und es beginnt von vorn, diesmal ungebremst.

